Rennberichte 2007
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Samstag, 5. Mai Zeitfahren in Recherswil

Das Zeitfahren in Recherswil führte über einen welligen 10 Kilometer langen Parcour. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns RennfahrInnen, denn es regnete toujours! Desto trotz rechnete ich mir einen Podestplatz aus, denn die auf der Startliste stehenden Fahrerinnen waren bis auf eine, nämlich die junge „Elite“ Fahrerin Doris Schweizer, in Reichweite meines Leistungsvermögen. Aber oft kommt unverhofft, denn wie ich bei der Preisverteilung feststellen musste, hat sich noch eine starke Triathletin nachgemeldet und diese „schubste“ mich vom Podest und so blieb mir der undankbare vierte Rang.

   

Samstag, 12. Mai "Seeland-Classic“ in Lyss

Was mir in Recherswil nicht gelungen ist, gelang mir eine Woche später in Lyss an einem Volks-Strassenrennen namens „Seeland-Classic“.

An dieser Classic gab es zwei Rennen. Eines (das Race) führte über 1 Runde und 28km. Das andere (Super-Race) führte über 2 Runden und 56km. Ich entschied mich für das Race, denn es reichte mir völlig aus den „Hungerberg“ (das ist eine 1km lange und sehr ruppige Steigung, die durchwegs 10 bis 14 Steigungsprozente beinhaltet) einmal zu überqueren. Dies war aber nicht die einzige Steigung, denn schon 4km nach dem Start gab es eine 1km lange Steigung mit 4-7 Steigungsprozente zu bewältigen.

Aber jetzt alles schön der Reihe nach:

Nachmittags um 16Uhr30, bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen, stellten sich 110 Rennfahrer (darunter 11 Rennfahrerinnen) dem Starter. Das Rennen wurde auf den ersten 2 km durch Lyss neutralisiert. Aber das bekannt/berüchtigte Startgerangel fing schon auf den ersten Metern nach dem Start an und das trotz der Neutralisation. So war ich (und sicher nicht nur ich) sehr froh, als das Rennen freigegeben wurde. Da es eben nicht meine Taktik ist mich mit den Ellbogen in vorderste Renn-Position zu kämpfen, konnte ich leider erst an ca. 50. Stelle die Steigung in Angriff nehmen und dies kostete mich sehrwahrscheinlich den Kampf um den Tagessieg, denn ich sah das Hinterrad der späteren Siegerin nur einmal und zwar dann als sie mit dem Spitzenfeld oben am Lyssstutz wegfuhr. Mir fehlten  nur wenige Meter, aber eben die waren  zu viel. Ich probierte zwar mit einem etwa 4km langen Soloritt zur  Spitzengruppe aufzuschliessen; aber ohne Erfolg. Ich wurde dann von zwei Rennfahrern eingeholt und mit ihnen radelte ich im Schlepptau weiter. Leider wurden wir dann 2 km vor dem Hungerberg noch von einem 12 Fahrerfeld, wo sich auch noch zwei Damen befanden, eingeholt und so konnte das Rennen wieder neu beginnen. Leider wusste ich nicht ob sich mehrere Damen im Spitzenfeld aufhielten und dessen wusste ich auch gar nicht, um welchen Rang ich da im Verfolgerfeld kämpfte. Ja nun ich setzte so oder so wieder alles auf eine Karte und fuhr so schnell ich nur konnte den Hungerberg hinauf. Oben angekommen, durfte ich mit grosser Genugtuung feststellen, dass ich als erste von unserem Verfolgerfeldchen oben war und dies verlieh mir mächtig Moral, so dass ich mich auf den zweiten Soloritt dieses Rennen machte. Was mir auch gelang, denn ich fuhr und das nichtsahnend, auf dieser 10 km langen Solojagd ins Ziel einem tollen zweiten Rang in der Damen-Kategorie entgegen.

Und nicht nur das, denn  in meiner Alters-Kategorie durfte ich sogar einen Sieg feiern.

 

Sonntag, 20. Mai Zeitfahren in Gerlafingen

Das erste Mal in dieser Saison hiess es für mich einen Leidensweg über 42 Min. in Angriff zu nehmen und das aus folgendem Grund: Bekanntlich gibt es   in einem Zeitfahren keine ruhige Phase, wie eben in einem Strassenrennen, wo man zwischendurch auch einmal die Beine hängen lassen kann. Im Gegenteil. In einem Zeitfahren heisst es beständig Vollgas geben! Heute fing das Rennen für mich schon bei der Startnummerausgabe an. Wenigsten physisch/mental gesehen. Denn mir wurde mitgeteilt, dass sich nur 3 Damen angemeldet haben und dessen hätte ich ein Podestplatz schon auf sicher. Natürlich ein Supergefühl, denn was gibt es Schöneres in einem Rennen, als einen Podestplatz zu erreichen? Bis 5 Minuten vor dem Start strotzte ich nur so vor lauter Selbstvertrauen und ich spürte absolut keinen Druck in mir aufkommen, wie ich das eben sonst gewohnt bin. Aber eben, das änderte sich schlagartig! Jetzt kam die Meldung,  dass sich Maja Frey noch nachgemeldet habe. Als ich dies hörte, fiel mein Selbstvertrauen wie ein Kartenhaus in sich zusammen, denn diese Fahrerin war eine Zeitfahrerspezialistin und die hat mir, als wir das letzte Mal zusammen dieses Rennen bestritten, über 3 Minuten abgenommen!

Da ich von den beiden anderen Fahrerinnen wusste, dass es sich um starke Triathletinnen handelte, wusste ich auch schon vor dem Start, dass ich Letzte werde  und dies nicht nur wegen dem Leistungsvermögen, sondern eben auch wegen des Alters. Denn die waren 10 und mehr Jahre jünger als ich. Ja nun wie dem auch sei. Ich war ja selber schuld, dass ich auf der Startrampe stand, denn es zwingt mich sicher niemand mit den Jüngeren mitzumachen. Oder etwa doch jemand. Ja ich glaube dieser Jemand nennt sich ERGEIZ und diesem Ergeiz habe ich es immer wieder zu „verdanken“ dass ich in meinem Alter  noch Rennen fahre. Glücklicherweise gibt es aber auch noch einige Rennen wo ich mich mit meiner Alterskategorie messen kann. Zum Beispiel die Masters Weltmeisterschaften in St. Johann. Diese Weltmeisterschaften sind ja auch mein grosses Saisonziel und da es eben fast keine Rennen in meiner Kategorie gibt, muss ich eben Rennen mit Jüngeren bestreiten. Und ohne  vorher Rennen zu bestreiten hätte ich an den Weltmeisterschaften sicher nichts zu suchen, denn nur durch Rennen kommt man doch in Rennform.

So jetzt noch schnell zu meiner Zeitfahrerleistung in Gerlafingen: Eigentlich bin ich sehr zufrieden damit. Habe ich doch auf die Siegerin Jeanette Dellsberger  (Spitzentriathlin) „nur“ 2 Min. verloren und auf Maja Frey (Zeitfahrspezialistin)nur 50 Sek. Klar bin ich nach wie vor etwas enttäuscht, dass es nicht aufs Podest gereicht hat und ich eben 4. und Letzte wurde.

 

 

30. Juni / 1. Juli Feuerwehr Rad-Weltmeisterschaften Montefiascone (ITA)


Mit meinem Freund Herbert reiste ich mit dem Auto von der Schweiz ins 830 km enfernte Montefiascone (ITA) um an den Rad-Weltmeisterschaften der Feuerwehr teilzunehmen. Zuerst stand das Einzelzeitfahren auf dem Programm. Der Parcour war sehr anspruchsvoll. Mussten doch auf 7.6 km, rund 330 Höhenmeter von bis zu 14% Steigung überwunden werden.

Erstaunlicherweise  fand ich in der 5.4 km langen Steigung schnell eine gute Trittfrequenz und durfte mich im Ziel als Vize-Weltmeisterin feiern lassen. Da es bei den Damen nur eine Kategorie gibt, musste ich mich von einer 18 Jahre jüngeren Französin geschlagen geben. Es handelte sich dabei um die diesjährige französische Feuerwehr-Meisterin.

Das Strassenrennen fand auf einem 15.5 km langen Rundkurs statt. Die Strecke beinhaltete die gleiche 5.4 km lange Steigung wie bereits im Zeitfahren. Der Rundkurs musste  2 Mal bewältigt werden. Schon am Start wusste ich, dass ich gegen die viel jüngere Französin keine Chance hatte. Somit konzentrierte ich mich auf die anderen Damen. Schon als es das erste Mal die Steigung hinauf ging, waren die Medaillenplätze vergeben. An der Spitze die Französin und mit 2 Minuten Rückstand folgte ich und die 3. im Zeitfahren, eine Österreicherin. In der Steigung, 3 Kilometer vor dem Ziel, verabschiedete ich mich dann mit einem trockenen Angriff von meiner Begleiterin und konnte mich

 

                    somit auch im Strassenrennen als Vize-Weltmeisterin ausrufen lassen.

 

 

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